Heckenretter e.V. mit Alexandra Werdes
Shownotes
Was hat ein brasilianischer Regenwald mit norddeutschen Feldwegen gemeinsam? Mehr als man denkt, zumindest wenn man Alexandra Werdes fragt. Die Gründerin des gemeinnützigen Vereins Heckenretter aus Hamburg ist auf einem Sabbatjahr auf die Idee gekommen, Natur durch Nutzung zu schützen. Was als Eis am Stiel aus Heckenfrüchten begann, ist heute eine sehr nützliche und ernsthafte Naturschutzbewegung mit über 1.000 Freiwilligen und 26 bepflanzten Standorten in der Metropolregion Hamburg. In dieser Episode sprechen wir über die erstaunliche Vielfalt einer Hecke: als Lebensraum für bis zu 7.000 Tierarten, als heimlicher Klimaheld mit der Kohlenstoffbindung eines Waldes, als Windschutz, Erosionsbremse und Lieferant nachwachsender Rohstoffe. Und wir erfahren, warum Hecken gepflegt werden müssen, und wie Alex und ihr Team Berufsschüler:innen und Städter:innen und Menschen von Klein bis Groß aufs Feld holen, um genau das gemeinsam zu tun. Außerdem: Wie führt man einen Verein soziokratisch? Warum braucht Naturschutz auch politische Rahmenbedingungen? Und was hat eine Abschlussrunde mit Tränen in den Augen damit zu tun? Globetrotter fördert die Heckenretter mit knapp 20.000 Euro, und diese Folge zeigt, warum. 🌿 Mehr zu den Heckenrettern: [heckenretter.de] Hamburg Sustainability Week: 29. Juni – 1. Juli, Rathausmarkt
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00:00:04: Es war irgendwie diese Idee von Früchten nutzen, um Natur zu schützen.
00:00:07: Bei mir im Kopf hat sich festgesetzt und irgendwann durch das hier in meiner Umgebung sein, hat sich das dann übertragen.
00:00:15: Nämlich auf diese Früchte die in den Hecken wachsen.
00:00:20: Somit ist das für mich ein wunderbares Beispiel dafür wie wir Menschen auch nützlich sein können für die Biodiversität.
00:00:27: Wir fühlen uns ja so oft immer als die Schädiger, sag ich mal.
00:00:31: Oder sind es auch Leiter in weiten Teilen?
00:00:33: Aber in diesem Fall könnten wir eingreifen in die Natur und ihr sozusagen ... Das ist dann halt Kulturlandschaft am Ende aber trotzdem mit unglaublicher natürlicher Vielfalt da eben einfach durch unsere Eingreifend sehr nützlich wirken.
00:00:48: Das finde ich auch toll an dem Thema Hacket tatsächlich für mich persönlich auch also dass wir da als Menschen eine positive Rolle spielen können.
00:00:58: Ich glaube, dass ein Grundthema all unserer Umweltschäden sozusagen ist.
00:01:01: Dass Menschen diese Naturverbindung fehlt und deswegen ist uns das so wichtig sie halt raus aus Feld zu holen.
00:01:09: Herzlich willkommen zu einer frischen Folge von Neue Horizonte dem Globetrotter Podcast für alle die Autor lieben und denen die Natur am Herzen liegt.
00:01:19: heute begrüßen wir Alexandra Werdes von den Hecken rettern einem gemeinnützigen Verein aus Hamburg.
00:01:25: Die heutige Episode ist speziell weil das Thema vermeintlich Nischig ist.
00:01:31: Und genau da passieren aber eben manchmal die größten Dinge, was Alex und ihr Team auf dem Gebiet des Heckenschutzes leisten hat enorme Wirkung!
00:01:41: Denn in einer Hecke steckt erstaunlich viel Klimaschutz Lebensraum für Tiere nutzbare Rohstoffe Aufbau von Biomasse gesunde Böden und soviel mehr uns sogar leckere Früchte.
00:01:55: Alex ist für uns ein echtes Vorbild dafür, wie man vom Reden
00:02:00: ins Tun kommt.
00:02:01: Deshalb wir als Globetrotter das Projekt mit knapp zwanzigtausend Euro auch fördern!
00:02:06: Liebe Alex, herzlich willkommen im Podcast!
00:02:10: Ja vielen Dank dass ich hier sein darf.
00:02:13: Alex bevor wir uns inhaltlich mit der Hecke auseinandersetzen erzähle uns doch mal Wie bist du auf die Hecke gekommen?
00:02:23: Wie bin ich auf die Hecke gekommen?
00:02:24: Naja, das ist halt einfach ein sehr, sehr wichtiges Strukturelemente in der Landschaft.
00:02:28: Ich bin sehr viel Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern unterwegs und sehe einfach wie die Felder immer größern, die Hecken immer weniger geworden sind.
00:02:37: Und ja, dann hatte ich irgendwie das Bedürfnis da was zu tun.
00:02:42: also Die Gesamtgeschichte der Gründung ist noch ein bisschen größer aber ich weiß nicht ob Das für den Einstieg nicht etwas zu komplex ist.
00:02:49: Ja leg mal los!
00:02:51: Das interessiert uns natürlich.
00:02:53: Okay, ja ich bin absurderweise tropischen Regenwald quasi auf die Hecke gestoßen.
00:02:59: Naja das ist jetzt ein bisschen verkürzt aber ich hatte tatsächlich mal so einen Sabbatjahr gemacht.
00:03:04: da sind wir viel gereist und dann waren wir in Brasilien und da gibt es wahnsinnig viele tolle Früchte die nur im Ökosystem Regenwald wachsen Und aber dort vor Ort genutzt werden, also vor allem als tiefgekühltes Püree auch dann sozusagen auch an andere Orte gebracht werden.
00:03:19: Kriegt man in der Eisdiele dann in der leckersten Form verabreicht und auch in Rio, obwohl das ja sehr weit weg ist vom Amazonas.
00:03:28: Genau!
00:03:28: Dann habe ich gedacht, das wäre irgendwie eine Möglichkeit die indigenen Völker und den Erhalt des Regens zu unterstützen wenn man diese gefrorenen Früchte nach Europa bringt weil die als frische Früchte ja eben verderben, wir kriegen hier deswegen auch nur so wenig tropische Frühde an Land und oft ja auch in schlechterer kulinarischer Qualität sag ich mal.
00:03:49: Genau!
00:03:50: Und dann hatte ich diese Idee und hab irgendwie gedacht das ist aber total Wahnsinn.
00:03:53: Ich spreche kein Portugiesisch, habe keine Ahnung von Immort Export... Das ist eine unglaubliche Logistik-Kette, die da dran hängt.
00:04:00: Aber es war irgendwie diese Idee von Früchten Nutzen um Natur zu schützen.
00:04:03: bei mir im Kopf hat sich festgesetzt Und irgendwann, durch das hier in meiner Umgebung sein hat sich das dann übertragen.
00:04:11: Nämlich auf diese Früchte die in den Hecken wachsen.
00:04:14: und dann hatte ich die Idee eine eisame Stil aus Heckenfrüchten zu machen und habe das auch gegründet.
00:04:22: Also hatten wir ein Eis am Stiel aus fünf Sorten erst mal gemacht oder machen lassen in einer Eismanufaktur in Nordrstedt Und das war Brombeere, Rolunda, Hagebutte, Schlähe.
00:04:34: Und ja ... ich hab das auf Festivals verkauft und dann kam Corona.
00:04:39: Keine Festivals mehr und eine Denkpause!
00:04:44: Ja, und dann wurde ich gefragt in einem Mentoring, was wollte du denn ursprünglich?
00:04:48: Du wolltest nicht eis am Stiel machen, sondern die Heckenschützen.
00:04:51: So ist ein Heckenretter entstanden.
00:04:55: Gibt es das Eis am Stil noch?
00:04:57: Das ... Das gibt
00:04:59: es tatsächlich nicht mehr, weil irgendwann musste ich mich auch ein bisschen fokussieren.
00:05:02: Ich würde mich freuen wenn wir machen nach wie vor Community Produkte in unserem Verein also uns ist das total wichtig ja auch zu vermitteln welche kulinarische Schätze in den Hecken stecken und auch dazu zu inspirieren und zu motivieren sozusagen auch gewerblich vielleicht was daraus zu machen.
00:05:19: gibt's ja auch kleinere Manufakturen die das auch aufgreifen.
00:05:22: das Thema Und wir machen das halt so, dass wir versuchen bei unseren Pflanzaktionen haben immer einen Hollunder-Punsch auch dabei.
00:05:29: Das ist ja meistens in der kalten Jahreszeit das Pflanzen und dann gibt es immer noch am Ende dieses sinnliche Erlebnis was man da tolles in die Welt bringt wenn man eine Hecke pflanzt was da eben in Jahren später dann auch geerntet werden kann.
00:05:41: und genau also somit gibt's immer noch diesen Gedanken des Schützens durchnutzen.
00:05:47: Aber wir kriegen das als Verein gerade nicht umgesetzt, sondern konzentrieren uns eher auf Pflanzaktionen und wie die gute Pflege der Hecke aussehen kann.
00:05:56: Wie sieht denn die gute pflege der hecke aus?
00:05:59: Wie macht man das dann richtig?
00:06:02: Na ja, da gibt es halt verschiedene ...
00:06:04: Die Hecke sich selbst zu überlassen ist ja glaube ich nicht der Ansatz bei der Hekke oder?
00:06:10: Nee genau!
00:06:10: Das ist der Punkt.
00:06:11: also vielleicht muss man da sogar ein bisschen weiter ausholen warum wir überhaupt Hecken haben.
00:06:18: Wir Deutschen tendieren ja immer so sehr dazu, den Wald hochzuhalten.
00:06:22: Es gibt auch die Idee, dass wenn wir alles in Ruhe lassen würden, dann wäre überall Wald.
00:06:26: Aber das ist ursprünglich gar nicht so.
00:06:28: Also es gibt die Mega-Herby-Worn-Theorie sozusagen.
00:06:32: Da geht's um große Weidetiere, die wir als Menschen leider ausgerottet haben also sowas wie Büffel, Wildpferde und so weiter... Und die haben aber eigentlich natürlicherweise immer dafür gesorgt, dass auch Flächen frei blieben.
00:06:44: Also einfach durch Verbiss – also die haben wir einfach auch Gehölze, die jungen Aufkramen verbissen und dann gab es auf eine Fläche.
00:06:50: Heute versucht man das durch externe Weidewirtschaft sozusagen zu simulieren wieder und Flächen offen zu halten.
00:06:56: Dann hat man eben diese gemischten Offenlandschaften in denen auch Sträucher wachsen.
00:07:05: viel Wald gerodet und aber eben war auch schlau genug.
00:07:07: dann eigentlich so Hecken als Gehölstreifen auch stehen zu lassen in der Struktur einerseits um es auch wieder selbst zu nutzen, aber eben auch das war dann eben auch ein großer Vorteil für die Biodiversität.
00:07:20: Und das Schöne ist, die Hecke ist eine Struktur, die enorm viel Biodiversität hervorbringt.
00:07:27: Weil sie selbst in sich auch schon so strukturreich ist vom Saum über diese Strauchschicht bis hin zu einzelnen Bäumen, die in der Hecke stehen und viel Übergang zieht eben verschiedene Arten- und Lebewesen an.
00:07:44: Um das zu erhalten muss man die Hecker pflegen.
00:07:47: Also sie darf dann eben nicht unbedingt wachsen, wie sie will weil dann wächst die zur Braumreihe aus.
00:07:52: also das wäre die Succession, die dann passiert und somit ist das für mich ein wunderbares Beispiel eigentlich dafür wie wir Menschen auch nützlich sein können für die Biodiversität.
00:08:04: Wir fühlen uns ja so oft immer als die Schädiger sag ich mal oder sind es ja auch leider in weiten Teilen.
00:08:11: aber in diesem Fall könnten wir eingreifen in die Natur Ihr sozusagen, das ist dann halt Kulturlandschaft ja am Ende.
00:08:18: Aber trotzdem eben allen mit unglaublicher natürlicher Vielfalt da eben einfach durch unsere eingreifend sehr nützlich wirken.
00:08:27: Das finde ich auch so toll an dem Thema Hecke tatsächlich für mich persönlich auch also dass wir als Menschen mal eine positive Rolle spielen können.
00:08:36: Ja, das erinnert mich an das Gespräch, das sich auch mit Tobias Wohlleben von der Waldakademie hatte.
00:08:42: Da geht's ja darum, den deutschen Urwald zu schützen und da ist eher der Ansatz eben zu sagen wirklich nicht einzugreifen.
00:08:49: aber hier eben ganz speziell was die Hecke betrifft sagst du das ist schon Das Zusammenspiel dann eben aus Mensch und der Hecke.
00:08:58: also bedarf eine besondere Pflege zur Förderung der Biodiversität.
00:09:05: Ja also wir sind ja auch einen Teil der Natur, wir haben immer eingegriffen auch Tiere greifen ja ein.
00:09:10: Also auch Biber zum Beispiel sind ja einfach Tiere die extrem in Natur eingreifen und ich glaube es braucht also Natur lebt von diesem Werden-und Vergehen zerstören.
00:09:22: Neues entsteht also wir brauchen halt eben alle diese Vielfalt der Lebensräume Und die entsteht dadurch dass wir Menschen und andere Tiere Ja einfach in der Natur ja auch tätig sind Bauen, fressen.
00:09:35: Keine Ahnung!
00:09:36: Also da... Genau und die Hecke ist kein natürliches Element in dem Sinne als Waldrand ist sie natürlich als Offenlandschaft eben.
00:09:44: aber diese weite Tiere haben wir eben wie gesagt ja auch ausgerottet.
00:09:47: Insofern müssten man jetzt wo wir Nutztierhaltung haben Ja dann eben auch gucken dass man das ausgleicht Durch gute Häkenpflege genau.
00:09:58: Und wie sieht eure Arbeit denn da genau aus?
00:10:03: Also
00:10:03: uns über die verschiedenen Projekte, die ihr habt und Initiativen einen genaueren Einblick geben.
00:10:11: Ja also wir können als vor allem haben wir angefangen mit den Pflanzen sozusagen.
00:10:15: Also das ist... Genau ich habe das ja weiß nicht ob ich es eingangs schon gesagt hab aber Letztlich ist es ja ein landwirtschaftliches Thema, die Hecke.
00:10:24: Also habe ich schon gesagt, die Nutzthierhaltung hat sich verändert und die Felder werden immer größer, die Maschinen werden immer grösser.
00:10:30: Das heißt wir haben ja die Hälfte des Heckennetzes das wir mal hatten in den siebziger Jahren verloren durch Flurbereinigung also weil einfach Wege verlegt wurden, Felder zusammen gelegt wurden genau.
00:10:43: Also dann wurden die einfach gerodet Und das ist ein enormer Verlust.
00:10:47: Also, dass Artensterben von denen wir sprechen findet hierzulande halt in der Agrarfläche statt.
00:10:53: und deswegen sagen wir müssen wieder mehr Heckenpflanzen, mehr Struktur hineinbringen in die Agrar Fläche.
00:10:58: aber wir können das nicht allein den Landwirten überlassen.
00:11:03: also Es gibt ja nicht den Landwirt.
00:11:06: Ich glaube, wir sprechen jetzt nicht über die Agrarindustrie, die man noch ganz anders irgendwie wahrscheinlich kriegen müsste aber die Landwirte denen auch was an ihrem Land liegt.
00:11:13: Auch diese sind sozusagen überfordert wenn sie außerdem noch Landschaftspfleger sein sollen.
00:11:18: und da wollen wir halt unterstützen.
00:11:21: das heißt wir pflanzen Hecken und nehmen den Landwirten die Arbeit die organisatorische drum herum ab Und die fand quasi Schlüsselfertige Hecken, also wenn man das so will.
00:11:33: Wir fragen sozusagen, wofür die Hecke denn auch nützlich sein könnte und kommen dann auf Sachen wie hier wird Windschutz gebraucht oder wir haben den Hofladen und wollen gern die Früchte nutzen oder wir würden gerne auch Futterlaub nutzen.
00:11:49: Also jetzt preschen wir schon sehr voraus, wie vielfältig eigentlich auch moderne Heckennutzung irgendwie sein kann.
00:11:55: Aber der Punkt des Nützlichseins ist halt für die Hecke immer wieder der entscheidende, weil wenn sie nicht nützlich ist wird sie halt eben vernachlässigt und nicht gepflegt.
00:12:03: Und deswegen oder im schlimmsten Fall sogar weggemacht sozusagen, weil sie stört.
00:12:11: Das ist unser Ansatz.
00:12:12: wir wollen halt quasi Landwirte dazu motivieren nützliche Hecken zu pflanzen und machen das als Bildungsprojekte was sozusagen dann der zweite Teil ja auch ist jeder.
00:12:24: Also es gibt halt sehr wenig Kontakt ja zwischen, sag ich mal Verbraucherinnen und Landwirten.
00:12:30: Und sehr viele Fraueteile auch auf beiden Seiten.
00:12:33: Und das Schöne an unseren Projekten ist wir kommen dann halt mit Freiwilligen auch aus Feld und es gibt dann auch Meet the Farmer also dass die Landwirte auch vorbeikommen zum Teil auch selber mit anpacken.
00:12:44: Genau und da finden dann Begegnungen statt.
00:12:47: Und das ist einfach auch noch ein schöner Nebeneffekt unserer Arbeit, dass wir diese Verbindungen wiederherstellen.
00:12:55: Also genau wie Hecken halt Landschaften verbinden oder Lebensräume verbinden, verbindet unsere Arbeit mit den Hecken dann auch wieder Menschen miteinander und das ist uns auch wichtig.
00:13:05: Ja Alex, und wie viel Einsätze macht ihr so pro Jahr?
00:13:11: Und an wie vielen Orten und wie viele ... Personen sind da so involviert bei einem Einsatz?
00:13:16: Wir haben eben eine kleine, saisonale Beschränkung.
00:13:19: Also wir können Pflanzen von Oktober bis Nikolaus und dann im Frühjahr je nach Wetterbedingungen im März-April noch.
00:13:26: Und da schaffen wir dann im Herbstwinter einen Dutzend oder vielleicht auch nochmal nicht ganz ein Dutzent hinterher in den Frühjahren.
00:13:33: Aber was ich auf jeden Fall sagen kann seit unserer Gründung haben wir mehr als tausend Freiwillige aus Feld gebracht also wirklich auch von klein bis ... groß.
00:13:42: Und an sechsundzwanzig verschiedenen Orten gepflanzt, also es sind sechsund zwanzig verschiedene landwirtschaftliche Betriebe auf denen wir Hecken gepflanst haben in der Metropolregion Hamburg und zwar ja auch letztes Jahr zum ersten Mal Mecklenburg-Vorpommern und ich würde mich freuen wenn wir vor allem in die Richtung noch ein bisschen weiter vorstoßen könnten.
00:14:03: aber das ist auch erst seit kurzem so weil Ich war damit auch lange allein.
00:14:07: Und das ist inzwischen eine Menge an Equipment, die da bewegt werden musste.
00:14:12: Das hat uns lange begrenzt und jetzt bin ich halt happy, dass wir das so aufgestellt haben logistisch, dass das durchaus mehr werden darf.
00:14:18: Deswegen hoffe ich auch, dass es noch mehr schaffen
00:14:24: wird.
00:14:24: Wenn du Equipments sagst, dann ist das Werkzeug, das ihr für die Einsätze braucht?
00:14:30: Also wir sagen ja, wir machen Bildungsberatung und praktische Naturschutzarbeit.
00:14:33: Das heißt diese Bildungsprojekte sind auch schon so angelegt dass sie halt zum Erlebnis werden.
00:14:37: also weil nur dann wenn es ein Erlebnes wird dann kommt auch wirklich was in den Köpfen an oder beziehungsweise eigentlich muss man die Herzen erreichen damit die Menschen später auch darüber also was verinnerlicht haben halt einfach warum Hecken gut sind.
00:14:49: Und ich glaube, dass ein Grundthema all unserer Umweltschäden sozusagen ist.
00:14:54: Dass Menschen diese Naturverbindung fehlt und deswegen ist uns das so wichtig sie halt raus aufs Feld zu holen und da wirklich einen Hut.
00:15:02: also muss ich mir vorstellen es ist ja in der kalten Jahreszeit kann halt auch die ganze Zeit regnen an so einem Tag und wenn man dann mit einer berufschulklasse draußen steht Dann ist das halt total gut, wenn die dann auch noch einen heißen Eintopf kriegen und sich nicht nur frieren.
00:15:20: Sondern halt die Lust nicht verlieren!
00:15:21: Deswegen gibt es da also hat er so ein bisschen den Eventcharakter sage ich mal.
00:15:25: Also wir haben dann Pavillon Wir haben eine Feldküche Es gibt so ein paar Kekse Und dann kochen wir auf dem Feld Wenn's möglich ist mit dem Gemüse oder den Lebensmitteln Die auch dort produziert wurden Und das macht es dann auch noch mal rund.
00:15:43: Das ist einfach ganz deutlich, dass man, wenn man eine Hecke pflanzt halt eben auch in diese ... Ja also die Bedingungen verbessert sozusagen zu denen unsere Lebensmittel auch hergestellt werden und genau.
00:15:58: Und das ist halt einfach viel.
00:15:59: Genau!
00:15:59: Dann kommen halt Spaten sind schwer und was braucht man noch?
00:16:02: Kompost und Pflanzenkohle und was wir alles dabei haben.
00:16:09: Sitzbänke Also, genau.
00:16:10: Es soll halt einfach niemand leiden bei den Aktionen.
00:16:13: Das ist jetzt immer noch kein Verwöhnenprogramm, sag ich mal.
00:16:15: Aber wir bemühen uns, dass das zum guten Erlebnis wird und nicht am Ende nur hängen bleibt.
00:16:20: Es war nass- und kalt ...
00:16:22: Und anstrengend?
00:16:23: Ja!
00:16:23: Genau.
00:16:24: Anstrengende, also... Ja, also das ist schon ... Und es ist dann auch schön in den Abschlussrunden zu sehen, dass dies wirkt.
00:16:33: Mhm.
00:16:35: Das heißt so ein Event Nenn ich jetzt mal, das ist dann auch ... erstreckt sich da über einen ganzen Tag.
00:16:42: Oder?
00:16:43: Ja und dann hat man ja manchmal recht kurze Tage im Winter.
00:16:48: Das heißt wir beginnen dann auch früh.
00:16:49: also das kann schon genau... Also es fordert schon den Freiwilligen was ab finde ich.
00:16:57: Und umso toller ist das wie viele Menschen auch echt Bock haben Trotz dieser Bedingungen halt mit anzupacken.
00:17:03: Die Menschen haben einfach so ein großes Bedürfnis auch angesichts dieser ganzen Krisen, die wir gerade erleben in ihre Selbstwirksamkeit zu kommen.
00:17:11: Und ich glaube, wir bieten da zumindest irgendwie eine Form von Möglichkeit das zu tun und ... ja, es ist manchmal sehr berührend wie dass auch dann Wirklichkeit wird an so einem Tag auf dem Feld wo man hinterher sieht was man geschafft hat.
00:17:25: und
00:17:27: Ja.
00:17:28: Du erwähntest grade ihr macht eben auch Abschlussrunden.
00:17:31: also das heißt Ich gehe davon aus, Teilnehmerinnen und Teilnehmer teilen dann ihre Erfahrungen.
00:17:37: Und wie sie eben die Pflanzaktion empfunden haben und erzählen über ... Die Selbstwirksamkeit, die du erwähnt hast, wie Sie die erfahren haben?
00:17:48: Was ist so das Feedback, dass du da von Schulklassen und Freiwilligen bekommst nach so einem Tag?
00:17:55: Bei den Schulklassen ist es oft die Überraschung, dass der Tag doch gut ging, obwohl das Wetter so schlecht war!
00:18:01: Also... Also das ist wirklich toll.
00:18:04: Wir machen auch eine Eröffnungsrunde, wenn man morgens beim Check-in quasi die Aussage hat ja ich hatte nicht so los wollt mich aufstehen und dann hinterher hat doch Spaß gemacht war ganz gut Ich hab irgendwie viel mehr Sachen kennengelernt, als ich vorher kannte.
00:18:17: Also das ist dann einfach super für mich ein Glücksmoment, weil also merkt man ja gar nicht wollen.
00:18:23: Das ist bestimmt nicht bei allen jetzt entweder so Schülern die nicht freiwillig da sind der Fall aber wenn man da einige erreicht hat, ist das mega!
00:18:30: Also das is' einfach toll.
00:18:31: und bei den Freiwilligen ist es dass sie's einfach sehr formulieren wie sie das ... in ihrem Alltag einfach nicht mehr haben und wie das ist, dass sie dankbar sind für diese Gelegenheit rauszukommen.
00:18:44: Viele formulieren das auch, dass Sie da schön finden mit den Landwirtinnen in Kontakt zu kommen, dass die das in Gruppe auch wichtig finde.
00:18:50: ich glaube uns fehlt gerade ja auch gesellschaftlich vielleicht Verbindung und das passiert an so einem Tag und wird dann auch entsprechend formuliert.
00:18:59: Das heißt, einfach dieses Gemeinschaftsgefühl oder das neben dem umweltlichen Aspekt da die soziale Komponente, die dann eine unheimlich große Rolle spielt?
00:19:10: Ja also ich glaube die pflegen wir sehr im Verein Und die Hecke ist dafür auch ein tolles Beispiel.
00:19:17: Also in der Hecke kommen ja eben ganz viele verschiedene Arten zusammen und die haben alle ja, also viele laufen ja an eine Hecke vorbei und sehen einfach nur grün und gestrüb so... Wenn man genauer hinsieht, dann sieht man ja, dass da viele verschiedene Sträucher auch drin wachsen und einige sind unscheinbar.
00:19:35: Andere haben eine supertolle Blüte wieder andere haben die leckersten Früchte andere sind giftig aber dafür eigentlich Haltpflanzen Und einige wachsen langsam andere schnell und genauso ist es ja irgendwie also so und alles zusammen greift halt ineinander und wird zur Hecke unter einem wunderbaren vielfältigen Lebensraum und das kann man so schön auf menschliche Gemeinschaften auch übertragen.
00:19:57: Alex, lass uns über die ganzen verschiedenen Vorteile der Hecke noch mal im Detail sprechen.
00:20:03: Weil das ist ja ein absolut unterschätzter Lebensraum!
00:20:09: Genau, das ist schon gesagt.
00:20:10: Als Lebensraum unterschätzt.
00:20:12: bis zu siebentausend verschiedene Tierarten leben in so einer Hecke und das geht halt wirklich von der kleinen Ameise über Schmetterlinge-Wildbienen dann Vögel natürlich die da Nistplätze finden im dichten Gestrüppt aber eben auch Nahrung und Nahrungen nicht nur die Insekten im Sommer sondern auch im Winter.
00:20:29: Die Früchte die lange an den Sträuchern hängen sind ein bisschen später spätem Winter hinein die Notnahrung für unsere Standvögel Und dann aber eben auch Säugetiere, also Füchse, Rehe, Mada.
00:20:42: Also man findet alles wirklich in der Hecke und das ist die eine Faszination.
00:20:48: Dann gibt es noch einen anderen Teil.
00:20:53: Die Hecke ist ein heimlicher Klimaheld.
00:20:55: Das übersehen viele.
00:20:57: Sträucher sind Pflanzen.
00:20:59: Sträucher betreiben genau wie Bäume, Fotosynthese und das nicht schlecht.
00:21:03: Also es gibt Untersuchungen vom Tüneninstitut für Agrar-Klimaschutz und die haben wirklich untersucht, wie viel Kohlenstoffhacken binden?
00:21:13: Und dass ist genauso viele Kohlenstoffe als Wald also... Jetzt fragt man sich, wie schafft das diese, also die sträucher sind ja kleiner als Bäume und so Ja aber die wachsen halt sehr schnell und dann produzieren sie halt auch enorm viel Biomasse Und man kann sie eben ja auf den Stock setzen und nutzen.
00:21:32: Also, man kann eben auch sozusagen ... sag mal die oberirdische Biomasse kann man wegnehmen, kann Hackschnitzel draus machen, hätte man noch einen Zusatz nutzen nach wachsender Rohstoff und behält aber sozusagen die Lebensfähigkeit des Strauches der dann wieder neu ausschlägt.
00:21:50: also das Tüneninstitut hat halt rausgefunden dass vierzig Prozent der Kohlenstoffbindung von alten Hecken und Knicks tatsächlich in dieser also unterirdisch stattfindet Und nicht oberirdisch.
00:22:01: Man kann sich das vielleicht veranschaulichen, oder ... Das hat eine Zahl die mich beeindruckt hat.
00:22:06: Also so ein Haselstrauch zum Beispiel der wird ja also so natürlicherweise ab achtzig Jahren vergreist er halt und wenn man den aber regelmäßig auf einen Stock setzt bis zu dem Wurzelstock unterschneidet dann lebt er sehr viel länger.
00:22:20: da hat man nämlich Wurzeln in so alten heulsteinischen Knicks gefunden Die waren dreihundert Jahre alt Und der Hasenstoff schlägt halt neu aus, verjüngt sich hat wieder frisches Laub trägt Früchte.
00:22:33: Also das ist genau der Punkt sozusagen wo die Nutzung von Hecken so sinnvoll wird und wir dann eben das Holz nutzen können als nachwachsenden Rohstoffe.
00:22:42: und wir denken immer ein Hackschnitzel.
00:22:43: aber es gibt ja auch modernere Nutzungen noch von so sage ich mal kleinem Holz.
00:22:47: Was gibt's da für Nutzungsform?
00:22:49: entweder als Futterzusatz für Vieh genutzt zu werden oder um Bodenverbesserung zu erreichen.
00:22:57: Also Therapeuta ist vielleicht sowas, was einige schon gehört haben.
00:23:02: Diese Struktur der Pflanzenkohle sozusagen ist wie ein Schwamm also sie bindet Also kann Wasser speichern, aber dann auch wieder abgeben.
00:23:12: Was eben für unsere Extremwetter-Verhältnisse in Zukunft vielleicht wichtig sein kann.
00:23:18: und diese Strukturen helfen sozusagen auch diesem ganzen Mikrobiome im Boden.
00:23:22: Es ist einfach eine super Umgebung, wo sich diese Bodenorganismen gut ansiedeln können.
00:23:30: Genau das ist eine Nutzungsmöglichkeit.
00:23:33: und die andere Nutzungsmöglichkeit ist halt ja in so Richtung Bio ... wie sagt man, Raffinerien sozusagen zu denken.
00:23:41: Also im Holz steckt auch ein Stoff der nennt sich Lignin.
00:23:44: das ist eigentlich bei der zum Beispiel Papierherstellung nicht so beliebte Stoff aber der könnte in Plastikersatz werden.
00:23:51: also da gibt es nicht nur Forschung sondern auch wirklich schon erste Umsetzung sozusagen wo Ligninen als Plastiker Satz grüner Plastikersatz sozusagen auch schon auf industrieller Basis hergestellt werden kann.
00:24:07: Und das alles bedeutet, dass wir halt in Zukunft immer mehr Holz brauchen werden und wir können dieses Holz nicht aus unseren nur aus der Forstwirtschaft holen.
00:24:18: noch schlimmer wäre ja es aus anderen Ländern zu holen um unseren Bedarf zu decken sondern ich glaube halt oder unser Verein vertritt die Haltung, dass es halt wichtig wäre zu nutzen.
00:24:32: Wir brauchen im Grunde ein übergreifendes Hackenmanagement, also genauso wie wir unsere Mälder ja managen, brauchen wir im Grund auch einen Hacken-Management was nicht so einfach ist weil das ja immer privateigentum ist.
00:24:43: und um das nachhaltig zu gestalten bräuchts halt wirklich eben genau.
00:24:47: Also jemand der dafür zuständig ist all diese verschiedenen Eigentümer zusammenzubringen.
00:24:52: Da kommen auch wieder die politischen Rahmenbedingungen ins Spiel oder?
00:24:55: Ja genau Was ich auch noch spannend finde an der Hecke ist, dass sie nicht nur im Sinne von Kohlenstoffbindung ein super Klimaschützer ist.
00:25:07: Sondern wenn wir jetzt die Erderwärmung nicht mehr in dem Maße aufhalten können wie wir uns das alle vielleicht wünschen dann müssen wir einfach auch Klimaanpassungsmaßnahmen treffen.
00:25:17: und Hecken tragen halt in dieser Agrarlandschaft Kulturlandschaft extrem zur Klimaresilien bei.
00:25:23: also zum einen stabilisieren sie den Wasserhaushalt, also einfach weil da wo Wurzeln sind auch Wasser aus dem Boden geholt wird und auch besser gespeichert wird.
00:25:34: Aber auch im Sinne des Erosionsschutzes.
00:25:37: Also man weiß dass die Hecke Schatten wirft aber sie wirft sozusagen auch Windschatten.
00:25:44: Die Austrocknung von Feldern denkt man ja immer über die Sonne, aber das ist ja nicht so.
00:25:48: Wer schon mal Wäsche an einem bedeckten Tag sozusagen, aber windigen Tag auf eine Leine gehängt hat, der weiß dass es oder beim Camping oder so, dass das T-Shirt dann halt trocknet nur durch den Wind also und der Wind sozusagen nimmt tatsächlich viel mehr Feuchtigkeit auf als die Sonnen für Austrocknungen sorgt.
00:26:05: Das heißt unser Erosionsproblem ist vor allem der Wind, der über Felder streicht und das Schlimmste.
00:26:10: Wenn die Erde ausgetrocknet ist, dann trägt der Wind sie auch noch fort.
00:26:15: Und die Hecke hält den Wind von den Feldern ab und es gibt Untersuchungen dazu wo man sagt diese Wirkung ist sozusagen das fünfundzwanzigfache der Heckenhöhe.
00:26:26: also wenn jetzt eine Hecke zehn Meter hoch ist oder ja sagen wir fünf dann ist das halt ne Wirkung die bis zu hundert zwanzig Meter ins Feld hinein reicht
00:26:37: Weil es den Wind nicht in dieser Ausprägung über das Feld laufen lässt, ne?
00:26:42: Genau.
00:26:43: Das wird halt sozusagen abgelenkt und abgebremst.
00:26:47: Ja.
00:26:48: Und auch dafür ist zum Beispiel wichtig, dass es eine gut gepflegte Hecke ist.
00:26:52: Aber das führt jetzt wahrscheinlich zu weit.
00:26:54: Man kann irgendwie sehen wie die Windverwirbelungen sind je nachdem, wie lückig ... Also eine Baumreihe hält nicht so gut ab als eine Strauchreihe.
00:27:02: Das kann man sich vielleicht aber auch vorstellen.
00:27:05: Noch andere Vorteile?
00:27:07: Die die Hecke bietet?
00:27:08: Wir haben über Agro-Force-Wirtschaft noch gar nicht gesprochen.
00:27:11: Also, einen Weg sozusagen, die Hackel zu modernisieren und wieder nutzbarer zu machen ist eben auch Agro Force Wirtschaft.
00:27:18: also da gibt es ja... Das ist eine Kombination von Gehölzen und sonstigen Anbau.
00:27:26: Ich kann mir vorstellen, ich habe keine Ahnung.
00:27:28: Eskastanienbäume unter drunter weiden die Kühe oder ich habe Hühner unter Holundersträuchern oder ich baue Getreide an und dazwischen stehen Pappel rein.
00:27:40: Da gibt es alle möglichen Formen Und das wäre sozusagen eine Möglichkeit, jetzt sage ich mal ertragsorientierte Landwirte vielleicht auch zu motivieren wieder mehr Vielfalt einfach in die Fläche zu bringen.
00:27:52: Das ist dann immer noch sozusagen eine Monokultur.
00:27:54: also wenn ich jetzt sage Ich möchte das wirklich für einen Ertrag nutzen da muss es ja auch effizient beerntbar sein und dann pflanze ich natürlich nicht in der Vielfaltung wie wir unsere Naturschutzhecken pflanzen.
00:28:08: Woher dann was, dass ich manchmal fünfzehn verschiedene Arten halt irgendwie drinstehen.
00:28:13: Sondern dann mache ich halt vielleicht wirklich nur eine Reihe Cornelkirchen oder eine Rei heulunder und so weiter.
00:28:20: Aber es bringt halt trotzdem viel mehr Vielfalt in die Flächen, die wir haben also die ja oft wirklich hektarweise einfach nur Mais oder sonstwas sind.
00:28:30: genau Die agri-forswirtschaft hätte wiederum für Landwirte auch den Vorteil, dass sie eben dann nicht unter die Naturschutzgesetze fallen und dann können Landwärter auch mal was ausprobieren.
00:28:40: Und sind nicht sofort sozusagen auf Generationen hinaus verhaftet das, was sie da ausprobiert haben zu erhalten.
00:28:49: Ja!
00:28:50: Was kann man alles aus den Früchten machen?
00:28:52: Die haben doch auch einen Nutzen.
00:28:53: Ja genau, also deswegen glauben wir ja auch dass es irgendwie spannend wäre wenn man die zum Beispiel in Agro-Force Wirtschaft anbauen würde und wir mal so Früchte wieder entdecken würden wie Kondelkirchen zum Beispiel super lecker oder Felsenbirnen auch mega lecker.
00:29:09: Und wir versuchen jetzt erstmal sozusagen, das in die nächste Generation zu bringen.
00:29:14: Die sowas auch verarbeiten könnte.
00:29:16: und zwar haben wir so ein Programm Ein Bildungsprogramm aufgesetzt d.h.
00:29:20: Hexen und da bringen wir BerufsschülerInnen Also angehende Konditorinnen aus Hamburg, aus Feld und zwar dann erleben die den ganzen Lebenskreislauf der Hecke sozusagen.
00:29:31: Also wir pflanzen mit ihnen eine Hecke.
00:29:33: Dann kommen sie im nächsten Frühjahr nochmal wieder und machen einen Anwuchspflege also um den jungen Sträuchern einfach zu helfen gut anzuwachsen.
00:29:40: Das ist dann so Beikrautbeseitigung.
00:29:42: Unkraut.
00:29:42: jeden wird man im Garten sagen.
00:29:45: Genau!
00:29:45: Und dann machen wir mit Ihnen ein Erntespaziergang wo sie dann ein bisschen kennenlernen können, was man so direkt vom Strauch naschen kann oder wie man... also viele Früchte muss man sagen sind ja auch gar nicht so direkt vorm Strauch zu naschen sondern muss man verarbeiten.
00:30:00: Also eine Schlähe braucht zum Beispiel den Frost und ja also ein bisschen Zucker tut auf jeden Fall auch gut damit sie wirklich lecker schmeckt!
00:30:09: Oder bei dem Haar gebutten will man ordentlich das Juppulver mit essen, sondern muss halt das Fruchtfleisch trennen von den Kernen Genau, also aber bei diesem Erntespaziergang kriegen Sie überhaupt erst mal eine Idee davon was eigentlich Essbares am Wegesrand wächst.
00:30:22: Und dann verarbeiten sie sozusagen das Fruchtmark später... Also das haben wir da nicht geerntet sondern das kaufen wir dann tatsächlich ein weil wir das in der Menge sozusagen bei so einem Erntespaziergang nicht leisten könnten.
00:30:37: und dann verarbeiten sie das Fruchtmarkt zu Tatlett Und das ist wirklich Teil des Kurigolums auch.
00:30:44: Also es sind quasi Prüfungsaufgabe, also kleine Mürbeteigentörtchen mit all diesen Heckenfrüchten und ein kulinarisches Abenteuer für uns.
00:30:55: Wir machen dann einen Rundgang wo dann auch verkostet wird und es ist dann wahnsinnig vielfältig so kreativ.
00:31:05: Also das Schöne fit ich halt daran.
00:31:06: Am Anfang bringen wir sozusagen diese jungen Menschen aus ihrer Komfortzone heraus, die stehen dann damit uns auf dem Feld.
00:31:12: Wir sind vielleicht auch noch gar nicht so genau.
00:31:13: was soll das hier eigentlich alles?
00:31:15: Und am Ende dieses Jahres kommen wir zu ihnen und sie sind voll in ihrem Element und haben dann begriffen wirklich warum Sie diese Hecke vor einem Jahr gepflanzt haben weil sie halt selber voll drin stecken und ist einfach ein wunderschönes Bildungsprogramm, von dem wir uns freuen würden wenn wir es auch noch die nächsten Jahre fortführen können.
00:31:36: Aber da fehlt uns gerade ein bisschen das Funding aber genau dass wird sich finden und ja solche Sachen sind dann rund finde ich also so.
00:31:44: was ist richtig schön.
00:31:46: Also an dieser Stelle der dezente Hinweis.
00:31:49: ihr habt's rausgehört da wird noch funding benötigt.
00:31:52: Finde ich ein sehr schönes Projekt.
00:31:54: für alle die jetzt sich angesprochen fühlen Da geht noch was.
00:31:58: Danke für den Werbeblock!
00:32:07: Alex, wir haben heute mal etwas Neues dabei... Wir haben eine Expertenfrage dabei.
00:32:13: Ich hab Ihnen heute am Anfang des Podcasts schon erwähnt, den Tobias Wohlleben von der Wohllebenswaldakademie, die wir auch Globetrotter-Seitig unterstützen.
00:32:22: für alle, sie Interesse haben reinzuhören Episode twenty-fünfzig da sprechen wir mit dem Wohllehmens über den Erhalt der deutschen Urwälder.
00:32:32: und genau zur eigentlichen Frage von Tobias Alex, bist du bereit?
00:32:37: Ich
00:32:37: bin gespannt.
00:32:39: Ich hoffe ich kann sie beantworten!
00:32:41: Ja da bin ich ganz sicher dass du das kannst.
00:32:43: also Tobias fragt eigentlich bringen Hecken nur Vorteile?
00:32:46: Sie schützen vor Erosion fördern bestäubbar speichern CO-Zwei und bieten Lebensraum für unzielige Arten.
00:32:53: trotzdem ist es in der Praxis oft gar nicht so einfach Landwirtinnen und Landwirte davon zu überzeugen Fläche für Hecken bereitzustellen.
00:33:01: Wie gelingt es euch diese Begeisterung zu wecken?
00:33:04: was sind eure besten Argumente oder Erfahrungen, die den Knoten platzen lassen.
00:33:10: Also dafür muss man ja auch mal ein bisschen tiefer eintauchen, glaube ich wie Landschaft funktioniert und für Landwirte bedeutet halt eine Hecke zu pflanzen als Naturschutzhecke also wirklich dass sie halt später unter Naturschutz steht also nach sechs, sieben Jahren je nach Bundesland ist das verschieden steht die dann unter Naturchutz und darf nicht mehr beseitigt werden.
00:33:31: Als Naturschützer finden wir das toll.
00:33:33: Als Landwirt ist das eine Entwertung des Eigentums, also in dem Fall kann ich nicht mehr über meinen Eigentum so bestimmen wie ich das vorher konnte und ich bin als Betrieb auch über Generationen ja dann nicht mehr so flexibel.
00:33:47: Also für den Landwirrt tatsächlich eine betriebswirtschaftliche Frage auch ob er sich die Hecke leisten kann.
00:33:55: Und wir denken halt... Das ist sozusagen der politische Teil unserer Arbeit dass man die politischen Bedingungen so ändern müsste, das der Landwirt halt nicht drauf zahlt wenn er eine Hecke pflanzt.
00:34:06: Weil er hat ja dann später auch noch die Pflege und es gibt... also ich will nicht zu tief jetzt an dieser Stelle eintrauchen.
00:34:18: Also ist für den Landwett auf jeden Fall ne Belastung einer Hecke neu anzulegen Und um Landwetter davon zu überzeugen kommt's einfach drauf an, welchen Landwirt man vor sich hat.
00:34:30: Wir haben zum Glück auch sehr viele Familienbetriebe oder eben sowieso schon ökologisch wirtschaftende Landwirte die verstehen den ganzen Zusammenhang von was ja da auch schon erwähnt wurde.
00:34:43: bestäuber und Schiedlingsvertilger sind ja auch noch so ein Faktor der halt in der ökologistischen Landwirtschaft dann einfach eine Rolle spielt.
00:34:51: also Schiedling vertilge klingt jetzt hoch gestochen.
00:34:53: das sind einfach vögel die Insekten fressen.
00:34:55: Die braucht es halt einfach in der Ökolandwirtschaft.
00:34:58: Das heißt, da rennen wir manchmal auf ne Türen ein weil da einfach nur die Kapazität fehlt ist umzusetzen.
00:35:03: oft gibt's da sogar schon den Wunsch nach Hecken.
00:35:06: Und bei konventionell und sehr profitorientiert wirtschaftenden Landwirten, da bräuchte man einfach andere Bedingungen.
00:35:12: Also dann müssen wir endlich unsere Agrarsubventionsstruktur verändern und nicht mehr Fläche fördern sondern wirklich Ökosystemleistung von Landwirton.
00:35:21: Da können wir als die Trommel für rühren und versuchen, Einzelne zu überzeugen.
00:35:27: aber damit sich das strukturell verändert muss ich eben auch auf dieser Subventionsebene.
00:35:32: Ob bei den Agrarsubventionen einfach fundamental was verändern.
00:35:37: Und gibt es da sozusagen aber auf politischer Ebene denn Entwicklung in diese Richtung?
00:35:42: Oder also gibt's bestimmte Entwickler?
00:35:48: Genau, sagen wir mal, wir waren das schonmal weiter!
00:35:52: Genau, also wir sind ja selber nur ein kleiner Verein und politisch nicht schwergewichtig.
00:35:57: Wir haben aber sozusagen Partner-Lobby-Vereinigungen für unser Ziel quasi.
00:36:03: da gibt es zum Beispiel die Baumlandkampagne mit der wir letztes Jahr einen internationalen Heckenkonkreis veranstaltet haben in Hamburg.
00:36:10: oder es gibt eben auch Das ist ja sozusagen der nutzend fokussierte Aspekt von Hecken, Agroforceswirtschaft zu betreiben.
00:36:19: Und da gibt es den deutschen Fachverband für AgroForce Wirtschaft, der sehr aktiv ist auch in Berlin und da ist einfach wichtig die Förderbedingungen.
00:36:30: Es geht überhaupt um die finanzielle Verbesserung dieser Förderung für diese Ökosystemleistung, die der Landwirt dann eben erbringt.
00:36:38: Da hatten wir vor zwei Jahren die Möglichkeit, das zu ändern.
00:36:42: Ist dann halt politisch EU-weit nicht gewollt gewesen.
00:36:45: und jetzt gerade ... sag ich mal sind auch nicht unbedingt die Kräfte an den Steuerknüppeln, die das vorantreiben.
00:36:54: Also da gibt's eigentlich eher grade eine Rückwärtsbewegung leider.
00:37:00: Genau!
00:37:00: Aber ich hab Herr Geretta gegründet um mich politisch nicht frustrieren zu lassen sondern einfach schonmal zu tun Genau, wir halten da das Fähnchen hoch.
00:37:10: Und
00:37:10: gibt es ... Oder kannst du Erfahrungen teilen?
00:37:15: Was ist so?
00:37:16: Feedback von Landwirtinnen oder Landwirten nach so einer Pflanzaktion?
00:37:21: Nach auch so einer Begegnung mit Schulklassen vielleicht?
00:37:24: Mit Konsumentinnen und Konsumenten nach so einem Tag?
00:37:29: Ja also ich denk dann sofort an eine Situation die wir hatten Gänselhau, es gibt einfach so berührende Momente.
00:37:38: Das war im Rahmen des Heckenkongresses tatsächlich letzten Oktober und da haben wir für den Kattendorfer Hof oder mit dem Kattendarfer Hof zusammen zwei Hundert Meter Knick gepflanzt.
00:37:49: Und man muss sich das so vorstellen der Wall war schon da.
00:37:51: also Knick ist diese typische norddeutsche Wall-Hecke.
00:37:54: Also da gibts ein Erdwall und auf dem wachsen die Sträucher und dieser Wall sozusagen dieser Erdwald mehrere Jahre da und es fehlten einfach die Kapazitäten, das weiterzutreiben.
00:38:07: Und dann sind wir da halt gewesen mit mehr als sechzig Freiwilligen mit genau verkochendes Gemü- also der Gemüseacker war direkt neben diesem Knick.
00:38:17: und dann haben wir halt Gemüso von diesen Gemüsekackern in der Feldküche auch gehabt und wir haben alle angepackt und am Ende stand der Zaun damit das rewelt dass sozusagen nicht auch unsere jungen Sträucher direkt im Folge Winter wieder auffrisst und es war einfach dann fertig.
00:38:33: Und der Landwirt stand dann einfach in dieser Abschlussrunde, die wir machen und hatte Tränen in den Augen.
00:38:38: Also ich glaube das ist Kommentar genug!
00:38:41: Vielleicht noch ein Aspekt, den finde ich eigentlich ... Also eine Sache die ja irgendwie oft nicht übersehen wird oder so.
00:38:48: Aber Hecken sind halt auch einfach schön!
00:38:50: Also wer halt irgendwie die Landschaft radelt im Frühjahr?
00:38:53: Wenn all die Schlänen blühen?
00:38:54: Oder im Winter wenn die roten Haar gebutten in den eigentlich kahlen Sträuchern hängen und die Vögel dann da drin sitzen.
00:39:01: also das trägt doch zu unserer Erlebniswelt bei und zur Ästhetik.
00:39:07: Ja
00:39:07: bring nochmal ne zusätzliche Aesthetik.
00:39:09: Also wer möchte durch eine Agrarwüste radeln?
00:39:12: Niemand.
00:39:13: Aber durch strukturreiche Landschaften, wo die Vögel singen ... Ja, ist doch was ganz anderes!
00:39:18: Da muss ich mal fragen, weil das ist ja unheimlich viele Projekte, die ihr da macht und viel zu koordinieren gibt.
00:39:26: Du bist Geschäftsführerin von den Heckenrettern.
00:39:30: Wie viele andere Personen sind bei den Hekenrettern angestellt?
00:39:34: Also wie groß ist das Team?
00:39:37: Ich stelle mir das gerade vor, was du auch beschrieben hast.
00:39:39: Logistisch von den Werkzeugen her alles zu organisieren ist ja ein enormer Aufwand, den ihr da betreibt?
00:39:45: Ja, das stimmt und ich bin sehr glücklich, dass seit letztem Jahr habe ich überhaupt einen Team hauptamtlich sozusagen, wobei ich wirklich gerne betonen möchte, dass es eben auch ein ehrenamtlich getragener Verein ist.
00:39:57: also wir will nicht nur alles hauptsamtlich ab Mir war das nur wichtig, auch hauptamtlich was abzubilden.
00:40:06: Weil wir einfach in der Gesellschaft leben, wo es nicht mehr so leicht ist mit dem Ehrenamt überhaupt die Freizeit zu finden um das zu tun.
00:40:12: also da verändert sich ja auch gerade etwas oder auch im Commitment von manchen Menschen.
00:40:17: deswegen haben wir sozusagen diesen Weg gewählt Pflanzaktionen zu machen wo dann man punktuell andocken kann einfacher als Freiwillige für einen Tag.
00:40:27: Und trotzdem gibt es noch wahnsinnig viele Bereiche in unserem Verein, die auch regelmäßig ehrenamtlich getragen werden.
00:40:32: Wir haben so ungefähr zwanzig Menschen, die sich regelmäßig bei uns im Verein engagieren und auch die Strukturen mittragen.
00:40:40: Das hat ... Genau!
00:40:42: Im hauptamtlichen Bereich sind wir jetzt stark gewachsen.
00:40:47: Seit letztem Jahr haben wir überhaupt ein Team.
00:40:50: Dieses Jahr sind wir schon zu sechs.
00:40:52: Und das sind so drei Komma zwei Vollzeitstellen, die wir uns teilen.
00:40:57: Wir sind ja soziokratisch organisiert aber das führt vielleicht zu weit auch.
00:41:02: also das ist auch ein bisschen der Versuch einen Verein, basisdemokratisch zu führen und trotzdem effektiv zu bleiben sag ich mal.
00:41:11: Der entscheidet alles im Konsent.
00:41:13: Also wir machen die Dinge so dass keiner bedenken hat sie zu machen.
00:41:18: Wenn das so ein Interesse ist, kann man darüber reden.
00:41:20: Unbedingt!
00:41:20: Lass uns darüber noch sprechen hier im Podcast auch oft über Themen der Gemeinwohlorientierung oder Verantwortungseigentum.
00:41:29: Das sind Themen die uns umtreiben und insofern erzähl bitte unbedingt gerne weil es geht ja nicht nur um das was sondern wirklich auch um das wie und erzähl bitte mehr darüber wie du als Team den Verein führt.
00:41:45: Ja, also ich hab das ja vorhin schon mal in dieser Grundungsgeschichte so erwähnt.
00:41:48: Ich bin da mit der alleine losgetrappelt und dann war halt irgendwann klar okay als Unternehmen bringt es nicht die Wirkung, die ich eigentlich mehr gewünscht habe im Naturschutz mit dem Eis.
00:41:58: Und dann war die Frage kann man daraus einverein machen?
00:42:02: Und für mich war dann, hab ich sozusagen einen Art Strategietag gemacht mit allen die es schon so ein bisschen an das Eis angedockt hatten und dann hat man den Verein gesehen.
00:42:10: Dann hat man gesehen okay da kann man ein Verein draus machen.
00:42:12: Es gibt genug Interesse um das zu tragen.
00:42:16: Aber es blieb trotzdem aber so ein bischen... Ich war halt so die Gründungsfigur und alles war so zentriert um mich.
00:42:20: Und dann habe ich glücklicherweise die Soziokratie kennengelernt also die der Versuch ist basisdemokratische Organisationen aufzustellen aber dabei die Effektivität nicht zu verlieren.
00:42:33: Und dabei geht es um die Art, wie man Entscheidungen trifft und auch die Art wie man die Organisation strukturiert.
00:42:39: also es gibt dann sozusagen Kreise und diese miteinander verkoppelt.
00:42:43: aber ganz wichtig ist das Treffen halt vorbereitet werden, durch so bestimmte Rollen.
00:42:49: Es gibt immer eine festgelegte Moderation und auch für die Moderation eine sehr ... Manche empfinden das als star, andere als hilfreich-festgelegten Art sozusagen zur Meinungsfindung zu kommen in dem man Runden macht und alle Stimmen hört.
00:43:03: also auch die Leisen kommen halt dran Und meine Stimme als Geschäftsführerin hat dann in so einer Runde nicht mehr Gewicht Also eine beliebige ehrenamtliche Stimme im Verein.
00:43:14: Und ich habe eine wahnsinnige Kraft erlebt, als wir unsere Vision in einem Konsent halt verabschiedet haben.
00:43:21: Also wir haben alle gemeinsam unsere Vision entworfen und darin liegt für mich eigentlich die Geburtsstunde des Vereins.
00:43:28: Der ist vor Jahrzehntausendundzwanzig gegründet worden aber zweitausend und ein zwanzig hatten wir einen Treffen wo wir die Vision verabsiedelt haben und da waren dann plötzlich alle an Bord weil alle sich gehört gefühlt haben in diesem Konsentverfahren das es für mich ein großes Glück sozusagen, diese Organisationsstruktur für uns gefunden zu haben.
00:43:47: Die motivierend ist die es aber eben auch ermöglicht in diesem hauptamtlichen Ehrenamtlichen voranzugehen.
00:43:54: Weil das ja auch für Zuhörerinnen und Zuhöhr interessant, die sich vielleicht auch ... In der Vereinsgründung befinden oder gedanklich damit auseinandersetzen Und mit dem wie gibt's da, sagen wir mal, vielleicht auch Vorurteile die dir begegnet sind oder du vielleicht auch selber hattest, die im Laufe sozusagen der Etablierung eigentlich ... weil du sagtest auch gerade Eingangs.
00:44:20: Also auch effektiv zu bleiben, da dachte ich gleich so das ist ja oft ein gehörter Vorwurf oder so.
00:44:25: Das dauert dann aber immer so lange und es ist so zäh usw.. Was sind deine Erfahrungen die du da vielleicht in dein Gehend teilen kannst?
00:44:34: Naja ich bringe sozusagen aus dem privaten also aus einem Wohnprojekt indem ich gelebt habe eine Konsensstruktur mit.
00:44:42: Und Konsens heißt ja, dass alle dafür sein müssen.
00:44:44: Alle müssen dem zustimmen und das ist halt wahnsinnig schwer herzustellen weil niemand ... Also nie sind sich alle irgendwie haben alle dieselben Referenzen.
00:44:54: Bei der Soziokratie geht es eben um diesen Konsent mit Tee am Ende.
00:45:00: Der hat so bestimmte Bedingungen die es einem leicht machen weiterzugehen.
00:45:05: Und zwar gibt's eine Laufzeit also jeder Beschluss sozusagen wird nur für eine bestimmte Zeit getroffen und dann wieder evaluiert.
00:45:14: Und dann gibt's sozusagen zwei Grundsätze, die es einem leicht machen in den eigenen Toleranzbereich zu kommen.
00:45:22: Also dass man eben nicht seine Lieblingslösung am Ende rauskriegt sondern einfach nur sagt ja da kann ich mitgehen.
00:45:29: also das ist good enough for now and safe enough to try!
00:45:33: Genau und alles immer gebunden oder bezogen auf die Ziele, die alle gemeinsam haben.
00:45:37: Und die auch formuliert sind so dass man nicht einfach nur aus eine will ich nicht Bockigkeit keine ahnung veto einlegen kann.
00:45:44: und genau also in dieser argumentation auf ziele hin und in diesem Ja Ich darf mir das ja in einem halben jahr noch mit allen zusammen angucken ob das auch Also wie es jetzt wirklich geklappt hat das macht's einfach wahnsinnig leicht in diesen toleranzbereich zu gehen.
00:46:00: Und genau, das führt dann eben zur Effektivität.
00:46:03: Also mich hat das überzeugt!
00:46:04: Für uns war es ja auch ursprünglich für mich eine Gründung eines Sozialunternehmens war schon von Anfang an klar dass sozusagen die Organisation teilweise zumindest hauptamtlich, also in den wichtigen entscheidenden Punkten sozusagen hauptsamtlich organisiert sein muss und dass wir es auch schaffen müssen das zu finanzieren.
00:46:23: Also dass es halt so ist, dass es nicht in Selbstausbeutung endet sondern dass sich das auch nachhaltig trägt indem da eine Basis ist die funktioniert.
00:46:33: Und da bin ich einfach so wahnsinnig dankbar dass es eben dann auch ja Organisationen gibt, die die Mittel haben, die wir nicht haben.
00:46:43: sehr dankbar auch für die Unterstützung von Globetrotter, weil ohne sozusagen diese anderen Player, deren Kerngeschäft das vielleicht nicht ist.
00:46:52: Aber die, die Mittel haben, das zu unterstützen, ohne die wäre halt unsere Arbeit überhaupt gar nicht möglich.
00:46:58: und genau dafür bin ich einfach wahnsinnig dankbar dass es diese Unterstützung gibt und dass man da Ressourcen zusammenbringt also die finanziellen und die, soll ich mal Kopf- und Herzensressourcen da einfach dann zusammenkommen dürfen.
00:47:12: Ja, ich kann das nur zurück.
00:47:13: Wir können einfach unheimlich stolz sein so ein tolles Projekt wie ihr es habt unterstützen zu können und Das hat ja auch die jury letztendlich dazu bewogen euch zu unterstützen.
00:47:22: und Naja Es besteht sich jedes mal wenn wir zusammen sprechen und jetzt heute auch in unserem Gespräch im podcast.
00:47:28: also mich macht das auch sehr glücklich und ich hab schon gedacht also Eigentlich müssten wir Weil nächster Gelegenheit würde ich gerne eigentlich mal auch dabei sein.
00:47:37: Vielleicht finden sich auch Kolleginnen und Kollegen, die auch Lust haben.
00:47:39: Ich könnte es mir sehr gut vorstellen... Also das ist da auf jeden Fall nochmal zeitnah auf jeden fall mal gucken ob's dann eine nächste Möglichkeit oder ein Termin gibt.
00:47:51: Wir sind bereit!
00:47:53: Da gibt´s ja auch Flächen, die guten auch Unterstützung brauchen können.
00:47:56: diesen Herbst
00:47:58: Ja, sehr gut und erstes sozusagen beschnuppern wie so ein gemeinsames Event funktionieren kann.
00:48:03: Das haben wir ja in zwei Wochen hier auch auf der Hamburg Sustainability Week wo ihr mit den Heckenrettern vor Ort seid, wo wir globaltrotterseitig auch vor Ort sind mit unserem Second Hand und vor allen Dingen Kern Repair Angebot.
00:48:17: also wie können wir Produkte länger in der Produktnutzung halten?
00:48:20: Natürlich ganz essentieller Aspekt im Bereich der Nachhaltigkeit, also Produktnachhaltigkeit.
00:48:26: Ich bin da sehr gespannt und da können wir ja schon mal üben und dann ist wahrscheinlich im nächsten ... Dann sind wir mal auf dem Feld gemeinsam hoffentlich!
00:48:33: Ja tatsächlich widmen wir während des Sustainability Week in den Rahmen des Zukunftskartens, der da auf dem Rathausmarkt stattfindet auch so kleine Workshops an wie man Palettenkästen mit heimischen Gehölzen pflanzen kann.
00:48:45: Und das ist auch für alle, die einen Balkon haben oder einen kleinen Garten in Hamburg.
00:48:50: Das lohnt sich auf jeden Fall ins Programm zu schauen!
00:48:52: Die Hamburg Sustainability Week findet am neunundzwanzigsten und dreißigsten Juni und am ersten Juli, also Montag, Dienstag und Mittwoch statt... ...für alle, der jetzt Interesse bekommen hat, da mal vorbeizuschauen Wir sind auf jedenfall vor Ort Genau!
00:49:10: Lieber Alex, das hat mir sehr viel Spaß gemacht.
00:49:12: Ich hoffe, dass alle Zuhörerinnen und Zuhören jetzt ein richtig gutes Bild bekommen haben.
00:49:18: Was ihr als Heckenretter alles so macht und vor allen Dingen wie ihr das auch macht?
00:49:22: Ja ich würde mich einfach total freuen wenn Menschen sich durch den Podcast noch weiter dafür interessieren, genau also sich mit dem Thema zu befassen.
00:49:30: Ich freue mich auf jeden Fall, dass ich hier mit dir sprechen durfte und dass ein bisschen noch weiter in die Welt streuen durfte, wie toll Hecken sind.
00:49:37: Jawoll!
00:49:38: Da möchten wir euch unterstützen.
00:49:42: Wir bleiben dazu auf jeden Fall in Kontakt.
00:49:44: Vielen Dank für das Gespräch, es hat mir sehr viel Freude bereitet.
00:49:47: Vielen dank, dass du bei uns warst.
00:49:52: Abschließend möchte ich an dieser Stelle auch noch mal Danke sagen an das gesamte Team.
00:49:56: Das haben wir nämlich eigentlich noch gar nicht so richtig gemacht in den letzten Episoden.
00:50:00: Wir nehmen heute die dreißigste Episode auf.
00:50:03: Ich wollte einmal Danke sagen allen voran Green Room Voice für die organisatorische Konzeptionelle und vor allem auch den inhaltlichen Support.
00:50:11: Vielen Dank auch an die Podcastfabrik für die technische Begleitung.
00:50:15: Und in diesem Sinne, ja schließen wir die Episode dreizig mit Alex von den Heckenrätern!
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